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Ich kaufte gestern eine Monatszeitschrift für Motorradfahrer, in der neben Infos, Technik und Bildern auch Anzeigen und kleine Texte von Gruppen aus der Szene veröffentlicht werden.

Ich blätterte die Zeitschrift so durch und fand den Text über die Veranstaltung, die von Gesetzeshütern in offiziellem Auftrag besucht wurde. Die ungebetenen Gäste kamen in dem Text natürlich unterschwellig nicht sonderlich gut weg. Das ist nachvollziehbar. Allerdings wusste man aus der Regionalpresse, dass es durchaus einen Grund für den Hausbesuch gab, das stand natürlich nicht in dem Artikel in der Monatsschrift für Biker. Wofür die Monatsschrift nichts kann, denn sie druckte nur den zugelieferten Text nebst Fotos ab.

Warum ich das jetzt thematisiere? Anhand dieses Artikels wird mir wieder einmal bewusst, das Medien auch immer Werkzeug sind. Werkzeug derer, die sie für sich benutzen. Das ist jetzt keine bahnbrechende neue Erkenntnis, aber loswerden musste ich das trotzdem.

Hier war es jetzt nur das Weglassen eines kleinen Teils der Geschichte, die den Zusammenhang komplett änderte und ein scheinbar komplett neues Licht auf die Situation fallen ließ.

Besonders schmunzeln muss ich immer bei Aussagen wie „Aber das haben die im Fernsehen doch so gezeigt“ Fernsehen… Das scheint heute immernoch eine Instanz zu sein, die Vertrauen genießt und das trotz der ganzen Grütze, die uns da rund um die Uhr unter dem Deckmäntelchen seriösen Schaffens präsentiert wird.

Gerade bei Themen, die momentan „heiß“ sind, beschleicht mich gerade mit solchen Erfahrungen von „geschönter“ Realität ein massiv ungutes Gefühl, was den Zustand unserer Informationsgesellschaft angeht. Allerdings mit dem sicheren Hintergedanken, dass Medien, die Presse schon immer Instrument derer waren, die sich an und mit ihr bedienten.