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Ich habe gerade mein Google Notizen Ding im Browser offen und bevor ich mich morgen damit befassen werde soziale Kontakte offline zu pflegen, ist es dann schon heute notwendig diesen Blogpost zu verfassen. Es gibt in dem Notizdingens noch ein paar Aufzeichnungen, die abgearbeitet werden sollten.

Am Samstag werde ich dazu entweder keine Lust haben oder aber ich werde mit anderen Dingen beschäftigt sein.

So kommt es schon jetzt zu diesem unvermeidlichen Text.

Das fast vergangene Jahr scheint davon geprägt zu sein, dass uns allen mehr oder weniger bekannte und/oder berühmte Menschen von uns gegangen sind. Damit fangen wohl viele Jahresendtexte in diesem Jahr an… was mir selbst vor ein paar Tagen so durch den Kopf gegangen ist… bei aller Tragik, die der endgültige Abschied von einem Menschen mit sich bringt, scheint es so, als sei es bei vielen Gegangenen in diesem Jahr besonders schmerzhaft.

Viele von ihnen, und ich will da niemanden hervor heben, haben ihr Leben durch eben eine besondere Lebensleistung hervorgehoben. Wie auch immer diese aussah.

Und wenn das so besonders auffällig ist, stellt sich mir die Frage, was hebt uns hervor?

Uns? Hm… wir benutzen unsere Smartphones exzessiv… die einen um ihren verschwörungstheoretischen, paranoiden Wahn in die Öffentlichkeit zu pusten… andere um sich von Apps Geweihe aufsetzen und die Stimme in ohrenschmerzende Höhen verzerren zu lassen… das eine ist dabei erschreckend schlimm … das andere weder unterhaltsam, noch sonderlich selbstbildfördernd… wie Ihr das jetzt zusammensortiert, sei Euch überlassen.

Wenn wir das Leben anderer als besonders und besonders wichtig für die Gesellschaft bewerten, wird das vielleicht durch die bisher vor sich selbst verschwiegene Erkenntnis überhöht, dass die eigene bisherige Bilanz über selbst Erreichtes und die eigenen Fähigkeiten doch eher mager ausfällt.

Bleiben wir noch einen Moment bei modernen Unterhaltungsformen… die letzten Wochen waren für den, der sich mit Web und Social Media beschäftigt, gestört vom Gejammer derer, die ein gut Sümmchen mit der Abbildung des eigenen mehr oder eher weniger unterhaltsamen Lebens auf einem großen Videoportal im Netz verdienen. Da hat doch wirklich einer geschraubt und nun brechen die Zugriffszahlen weg. Schock! Schwere Not! Nun…das ist manchmal so… wenn man in der Schule übernachtet, muss man damit leben, dass der Hausmeister auch mal das Licht ausmacht. Sprich, wenn man sich in die Abhängigkeit eines digitalen Ökosystems begibt, muss man mit Veränderung durch den Betreiber rechnen.

Daher auch in diesem Jahr mein Rat… die Beackerung der eigenen digitalen Scholle sollte man bei aller Vernetzung und theoretischer Reichweite (a)sozialer Netzwerke nicht unterschätzen und vernachlässigen. Oder anders: Vernachlässigt Eure eigenen Webseiten nicht!

Ein kurzes Wort auch an die Journalie… neben vielen anderen unterhaltsamen Momenten, ist mir vor allem das Desaster um die angeblich falsch transportierte Schneeraupe im Gedächtnis geblieben… eigentlich nur ein kleiner respektabler Guerilla-Schachzug des Marketing-Mannes des Ortes, wo das Schneeraupending wirklich hin sollte und auch hinkam. Was wurde sich im Nachhinein aufgeregt, wie man sowas denn nur machen könne… wirkliche Frage: Wie kommt man mittlerweile darauf jeden Mist einfach nur abzuschreiben?

Ach und… habt Ihr es auch bemerkt? Vorweihnachtlicher Fototrend waren in diesem Jahr akkubetriebene Lichterketten, die man um alles Mögliche… inklusive Menschen winden kann.

Und dann und auch das sei noch kurz behandelt: Was nervig ist, ist das schwachsinnige Gelaber aus den eher düsteren Ecken des Menschenverstandes… Was aber genauso nervt, ist das ewig besserwisserische arrogante Dagegengerede derer, die sich selbst aufgrund welcher eingebildeten faktischen oder postfaktischen Stellung auch immer, auf ein Podest über andere stellen, sich dann genau dort positionieren und von sich selbst denken auf alles eine Antwort zu haben. Dazu allerdings ist das Gesamtproblem Gesellschaft aber wohl doch etwas zu komplex. (Es könnte sein, dass Du jetzt aus diesem Text aussteigst, weil Dir mein Geschreibe zu kryptisch ist. Das ist Absicht. Fang einfach an zu denken und besinne Dich auf menschliche Grundwerte, die zu befolgen es keiner moralischen Instanz bedarf, sondern nur ein bisschen gesunden Menschenverstand und moralischer Grundwerte.)

Was mir da so in den Sinn kommt – um den Begriff Selbstbeschiss zu definieren stelle man sich Folgendes vor: Man gibt einem Affen eine Banane in der festen Überzeugung, dass das putzige Geschöpf das lecker Obst schon bewachen wird. Oder man wählt eine Person zum Präsidenten, die genau zu dem geworden ist, was sie ist, weil sie genau das ausnutzt, was die Gesellschaft zum Ungunsten der großen Masse verändert. Und Du denkst, dass diese Person das ändern wird… hätte übrigens genauso gegolten, wenn es eine Präsidentin gewesen wäre…

Und nu?

Nun, was uns allen ganz gut tun würde… ein bisschen zu Verstand kommen… nach diesem postfaktischen Jahr…

Was kommen wird? Nunja… viel Hoffnung auf eine grundlegende Gesundung des Menschenverstandes hab ich auch für 2017 nicht.

Ganz persönlich verzichte ich auf die Aufzeichnung von sogenannten guten Vorsätzen.

Ich sage Danke an alle Kunden, Freunde, Wegbegleiter für die Erfahrungen des letzten Jahres, für die Geduld und das Ertragen meiner seltsamen bis komischen Eigenheiten.

Ich freue mich für 2017 auf meine Kunden und auf neue, auf viele spannende Aufträge und auf Projekte mit Mario, auf aufregende Erlebnisse, nette Menschen, Diskussionen und natürliche auf das, was hier im Blog passieren wird.

Und wer sich den Begriff Clickbait erklären will… die Überschrift war sowas… 😀

In dem Sinne… Möge die Macht mit Euch sein, seid besser nett zueinander, redet miteinander und vor allem hört einander zu.

Jens

Jens

COFFEEPOTDIARY.de | FGW

Das COFFEEPOTDIARY ist mein ganz persönlicher Platz für Entdeckungen, Gedanken und mehr. Entstanden aus der Idee meinen Kaffeekonsum zu dokumentieren ist es mittlerweile ein Blog mit ganz unterschiedlichen Themen.

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