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Da denkste, es kann nicht noch absurder werden diese Woche… und dann klopft das Einhorn mit einem Huf an Deine Tür und du bekommst einen Link in deinen Feedreader gespült…

Es muss das Karma gewesen sein, das dafür verantwortlich war, dass genau das passierte. Und nachdem ich den Post von Observer.com aufgerufen hatte, war das erste, was ich tat, auf das Veröffentlichungsdatum gucken. Hätte ja sein können, dass ich irgendeine Schmonzette vom 1. April aufgerissen hätte, aber nein, da steht wirklich 11. April 2017 14:34.

Am vergangenen Sonntag erst hatte ich mich zu Jeff Koons geäußert. Auf Nachfrage. Nicht, dass ich Ahnung von Kunst hätte.

Und dann heute das… das neue Dreamteam heißt in diesem Frühjahr Louis Vuitton und Jeff Koons. Das allein ist schon beachtlich… noch beachtlicher ist der große Wurf der beiden… Werke großer Meister als Drucke auf Handtaschen.

BÄMM…

 

Luis Vuitton Jeff Koons Accessoires Bags Scarves Keychains Art

Aaaaaaalter, wie geil ist das denn… das war noch nie da… das hat noch keiner gebracht…. Naja, jedenfalls nicht zu dem Preis… denk ich mal….

Großartig… bedruckte Taschen…

„Retro ist in“ schreibt der Observer in seinem Post, und der wiederum hat die Info wohl aus der Vogue… mir wird schwindelig…

Als Weiterführung seiner „Gazing Balls“ Gemälde, wo Jeff Koons bereits Werke alter Meister mit blauen, spiegelnden Kugeln versah…setzt er jetzt die Thematik Meisterwerke mit den Taschen in Kooperation mit Louis Vuitton fort.

Ich wiederum kann damit nichts anfangen… mir ist das vom Konzept her weit weg…. Merchandising auf Taschen…. So fühlt sich das an…. Und hat für mich nicht viel mit Kunst oder Modedesign zu tun… aber wie immer… es regt auf, also ist es Kunst…

Ich kann mich angesichts der Teile aber trotzdem des Kommentars nicht erwehren, dass die Dinfger aussehen, als wären sie schon von nem asiatischen Markt und würden da erst gar nicht hinkopiert werden…

Und die Dinger heißen auch wirklich noch „Master‘s Collection“ …. das wiederum ist so mehrdeutig, dass man sich auch dagegen nicht wirklich wehren kann. Es wird also Ledertaschen, Schlüsselanhänger und Tücher geben… bedruckt mit alter Kunst, gemacht für die Schickeria … Stop, nicht dass ich noch in einen kurzen Anflug von Harry Gs geschätzten Isarpreißen-Dizz gerate.

Das letzte Mal, dass ich mich fragte, warum man für so sparsam kreatives Zeugs soviel Asche lockern machen würde, war in einem Raucherareal in der Station in Berlin vor ein paar Wochen, da stand eine wirklich sehr hübsche, nein, gutaussehende Frau und auf dem Rücken ihres Blazers prangte ein Totenkopf unter einem riesigen Philipp Plein Schriftzug aus diversen Strasssteinen.

Schon das ist nicht einfach für den Freund des Totenkopfs als Stilelement der eigenen Überzeugung. Und jetzt auch noch das.

Wie weit konnte es noch gehen nach Audigiers Ed Hardy Farbrausch, Harald Glööckler, japanischen Comicfigürchen, bereits erwähntem Philipp Plein, Plateauschuhen und und und…

Zu befürchten ist, dass auch die Collaboration zwischen Jeff Koons und Louis Vuitton noch lange nicht die Spitze der modischen Extreme sein wird.

Warten wir also ab, was da als nächstes kommt…was werden die Teile jetzt eigentlich kosten?

Jens

Jens

COFFEEPOTDIARY.de | FGW

Das COFFEEPOTDIARY ist mein ganz persönlicher Platz für Entdeckungen, Gedanken und mehr. Entstanden aus der Idee meinen Kaffeekonsum zu dokumentieren ist es mittlerweile ein Blog mit ganz unterschiedlichen Themen.

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