Wenn ich im Auto unterwegs bin, höre ich Radio. Und da mich das quietschige Generve des normalen Rundfunks nervt, nutze ich gern die Zeit für Information und ein wenig freiwillige Bildung. Der Deutschlandfunk ist da eine ganz gute Möglichkeit. Die Vielfalt an Sendungen, Reportagen und Informationen aus diversen Gebieten ist interessant.

Am Montag lief abends der zweite Teil einer Reportage über die Entwicklungen im Militär. Genauer gesagt im Bereich der militärisch verwendeten Drohnen. Neben den Infos über die aktuelle Verwendung und die politischen Hintergründe zur Drohnentechnologie gab es einen Ausblick auf die mögliche Zukunft der Drohnen in der militärischen Verwendung und natürlich dazu auch ein Überblick über den Stand in der deutschen Politik.

Interessant war auch, dass deutsche Soldaten zu Wort kamen, die in Afghanistan mit Überwachungsdrohnen die Streifen und Konvois am Boden unterstützen. Beim Interview der beiden Soldaten dachte ich erst, ich hätte ein Wort nicht richtig verstanden, bis es dann in der weiteren Sendung noch einmal herausgestellt wurde.

Es handelte sich dabei um das Wort „Wirkmittel„. Es wurde erklärt, dass die Bundeswehr dieses Wort wohl für jegliche Art von Waffe verwendet.

Das hinterließ in mir eine etwas zwiespältige Haltung. Unter einigen, vielleicht psychologischen, Gesichtspunkten kann ich die Verwendung des Wortes sicher nachvollziehen und verstehen. Und die Bundeswehr ist ja für eine weitreichende Kreativität in der Findung neuer Begriffe und Begriffskombinationen bekannt.

Aber „Wirkmittel„? Eine Waffe ist und bleibt doch eine Waffe… Da hilft doch auch keine noch so kreative Abschwächung wofür auch immer.

Das soll jetzt hier auch nicht zur Kritik an der Bundeswehr werden, ich will nur meine Verwunderung über diese Begrifflichkeit zum Ausdruck bringen.

Und wenn ich so drüber nachdenke… es gibt vielleicht die eine oder andere Möglichkeit in der Kommunikation mit der Öffentlichkeit auf mein Wort der Woche zurückzugreifen…

„Was haben Sie denn da?“ „Ach, das ist nur ein Wirkmittel…“ – past doch irgendwie ganz gut.