Einer Einladung zu Kaffee, Kuchen und Konversation folgend war ich gestern, außerhalb der normalen Öffnungszeiten im Till Richter Museum  im Schloss Buggenhagen. Die regelmäßigen Öffnungszeiten des Museums sind ansonsten von Donnerstag bis Sonntag von 11.00 – 18.00 Uhr.

Primär war auch nur Kaffee, Kuchen und Konversation Intention des Besuches, die neue Ausstellung in den Räumen des Museums habe ich mir natürlich trotzdem nicht entgehen lassen… und das ist gleich die Empfehlung vorweg… ANSCHAUEN!

Seit Anfang November bis hinein ins Jahr 2015 zeigt das Museum eine Auswahl an Künstlern unter dem Ausstellungstitel „Art from Germany: Between Man and Nature„. Gezeigt werden Arbeiten von

Fero Freymark – Uwe Hand – Helge Hommes – Lev Khesin – Barbara Koch – Gerhard Mantz – Berry Sanders – Stefan Sehler – Francisco Souto – Juliane Tübke – Paul Wunderlich – Michael Wutz

Und gerade diese große Anzahl an gezeigten Künstlern macht diese Ausstellung aus. Ist es auf der einen Seite schön wenige oder nur einen Künstler konzentriert in einer Ausstellung zu sehen, ist es hier gerade die Vielfalt, die begeistert.

Ich muss zu meiner eigenen Schande zugestehen, dass ich gestern die Grand Dame zu Hause gelassen habe und zum Fotografieren nur mein Lumia dabei hatte, aber ich denke, das reicht erstmal, um neugierig zu machen. Und wie gesagt, das darf und sollte man sich sowieso alles mal aus der Nähe anschauen.

Und… nutzt die Chance Euch vom Museumsteam herumführen zu lassen… neue Blicke, andere Sichtweisen und spannende Geschichten sind da garantiert.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal den Text zur Ausstellung von Dr. Till Richter zitieren, weil der viel besser, als ich dazu in der Lage wäre, wiedergibt, was die aktuelle, bereits 12. Ausstellung im Schloss Buggenhagen zeigen will:

Die Ausstellung „Exhibit no. 12: Art from Germany – Between Man and Nature“ folgt der Ausstellung „Lone Stars –Rising Stars from Texas“ in den Räumen des Cabinet mit Auszügen aus der eigenen Sammlung. Bis auf eine Ausnahme, sind alle Werke in Deutschland entstanden und die meisten davon auch von deutschen Künstler/innen.

Der Unterschied zu den Werken der vorherigen Ausstellung, die alle in den USA entstanden sind und meistens von amerikanischen Künstler/innen waren, ist sowohl ästhetisch als auch inhaltlich klar erkennbar. Die amerikanischen Werke sind bunter und befassen sich mit soziologischen, kunsthistorischen und visuellen Aspekten. Die deutschen Werke scheinen dagegen schlichter, weniger bunt. Sie beschäftigen sich mit noch grundlegenderen Themen.

Mensch und Natur, mit der Kunst als Drittem im Bunde, sind Begriffe, die die deutsche Philosophie seit der Aufklärung  mit besonderem Fokus behandelt. Hegel stellt beispielsweise das Kunstschöne über das Naturschöne, weil es Ausdruck des Geistes und damit der Freiheit des Menschen ist.

Wie der Mensch zur Natur und zur Kunst steht, wie er beide prägt und von beiden geprägt wird, ist das Thema dieser Ausstellung.

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein, diese und weitere Ausstellungen unseres Hauses zu besuchen.

Dr. Till F.A. Richter
Museumsdirektor

Mir selbst bleibt an dieser Stelle noch einmal ein Danke für die Führung durch die Ausstellung und natürlich Kaffee, Kuchen und Konversation. Und auch hier noch einmal die Aufforderung, nutzt ruhig die herbstlichen Wochenenden für einen Ausflug ins Till Richter Museum im Schloss Buggenhagen. Der Besuch lohnt sich auf alle Fälle.

Diese Diashow benötigt JavaScript.