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Wenn, ja wenn es auch nur im Ansatz denkbar sein könnte, dass es so etwas wie die biblischen Plagen hätte gegeben haben können…und schon diese Anfangsformulierung zeigt eindeutig meine Ablehnung gegenüber religiösen Märchenstunden…dann wäre in eben diesen Ausführungen das Spannbettlaken als göttliche Geißel vorgekommen. Da bin ich mir ziemlich sicher. Und…das sei gleich mal als Lebenslehre an die jüngeren Scharen meiner Fans weitergegeben. Es macht absolut Sinn, sein Nachtlager mit frischer Bettwäsche zu versehen, bevor man das Haus für einen längeren Abendausflug mit später Heimkehr verlässt. Tut man das nicht, wird man selbst im Angesicht schwerer Augen und bleierner Müdigkeit zu seiner eigenen Geißel. Erfahrungswerte…

An dieser Stelle hab ich schon den ersten Fan meiner Schachtelsätze ein wenig glücklich gemacht.

Da fällt mir ein … noch so eine typische neuzeitliche Plage: Deutsche Singer/Songwriter… oh… die inflationäre Überschüttung mit optisch, textlich und musikalisch austauschbaren Barden, scheint schon auch akustisch Ähnlichkeiten mit der Krötenplage damals in Ägypten zu haben… und optisch… ja momentan müssen die halt alle Bärte haben, Omis Brillen auftragen und Minnesang gleich dem Weltschmerz der aktuell pubertierenden oder postpubertierenden in eben jene hinaus oxidieren.

Aber genug …was mich eigentlich zu diesem Post inspiriert hat…

Was unterschätzt wird…die soziologischen Forschungsmöglichkeiten an Nachtschaltern von Tankstellen. Ein kurzer Boxenstopp an eben einer dieser Einrichtungen erfreute mich gleich in zweierlei Hinsicht.

Zum einen war es die sehr hübsche Nachtschichtlerin an diesem Ort der Sehnsüchte nach Tabak, Alkohol, Zucker und anderer unvermeidlicher Güter des Alltagsbedarfs. Die wiederum machte leider einen leicht gestressten Eindruck und meinerseits war da ob der vorangegangenen Szene durchaus ein wenig Verständnis.

Ich freue mich ja über erfolgreiche Integration. Die beiden jungen Männer vor mir, deren Kommunikation untereinander auf wahrscheinlich arabische Herkunft schließen ließ und die arg damit zu tun hatten, eine ihrer zahlreichen Debit-/Kreditkarten für den Bezahlvorgang zum erfolgreichen Einsatz zu bringen um dann schlussendlich doch mit Bargeld zu zahlen, mussten schon eine Weile vor meiner Ankunft damit beschäftigt gewesen sein. Nach dem endlich erfolgreichen Bezahlvorgang erfolgte die Ausgabe der gewünschten Ware. Und siehe da… die beiden jungen Männer wissen ob der wohlig hydrierenden Wirkung eines deutschen Industriebiers und kehren mit mehreren Flaschen des gar herben Bräus zu ihrem Fahrzeug zurück. Ein bisschen Freude und optimistische Hoffnung breitete sich in mir aus. Und wenn es so sein soll, dass deutsches Bier Menschen und Völker eint, dann soll es so sein.

Apropos geeinte Völker… Immer wieder fällt mir auf das Englisch Muttersprachler sich amüsiert zeigen ob deutscher Sprachgewohn- und -eigenheiten… und das, wo man zu einem Schallplattenspieler, wenn man es mal konsequent wörtlich übersetzt, Drehtisch sagt … 😉

Jens

Jens

COFFEEPOTDIARY.de | FGW

Das COFFEEPOTDIARY ist mein ganz persönlicher Platz für Entdeckungen, Gedanken und mehr. Entstanden aus der Idee meinen Kaffeekonsum zu dokumentieren ist es mittlerweile ein Blog mit ganz unterschiedlichen Themen.

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