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– Werbung – weil scheinbar alles Werbung ist | Produkt selbst gekauft

Wenn Du wissen willst, wie ein Obst- und Gemüseladen in der DDR gerochen hat, musst Du nur einen Beutel guter heimischer Äpfel und einen ebensolchen Weißkohl kaufen. Hab ich gerade mal so festgestellt.

Darum soll es aber im Folgenden nicht gehen. Wir widmen uns einem Whisky, den ich zwar schon seit dem vergangenen Sommer in Uropas Schrank stehen habe, der aber wie einige andere seiner Kumpels noch auf eine Rezension wartet.

Pike Creek wird im schönen Kanada hergestellt. Kanada… Land mit den cooleren Nordamerikanern und einem durchaus beachtlichen Talent gute Whiskys zu produzieren. Der Pike Creek wanderte ganz ohne vorherige Information ins heimische Depot. Überraschungen sind schließlich auch was Schönes.

Auf dem Titelbild sind darüber hinaus noch der südafrikanische BAIN‘S und ein geblendeter japanischer Whisky zu sehen, die in Kürze hier rezensiert werden. Der BAIN‘S ist schon psoitiv durch den Horst Lüning Check gewandert, der Japaner stammt von der Weinmesse in Berlin, die ich im November 2018 besucht hatte. Ach und im Hintergrund steht noch ein Fläschchen Spitzmund Gin und das Weihnachts-Special-Geschenk meiner Eltern steht da auch noch eine limiterte Spezialabfüllung.

Nachdem ich letztens mal geschaut hatte, welche Whiskys noch nicht im Blog bearbeitet wurden, musste ich mich selbst ein wenig unter Druck setzen und hab selbst beschlossen, dass es erst Neuzugänge im Spirituosenschrank geben wird, wenn alle unbeschriebenen Whiskys hier rezensiert wurden.

Aber zurück zum Pike Creek Whisky. Fangen wir mit dem eigentlich unwichtigstem an. Die Flasche hat eine ganz traditionelle Form, was aber wiederum zu einem sehr hübschen Auftritt im Showroom führt, die Etikettierung ist sehr aufwändig und kreativ gemacht. Die Flasche stellt man gern ins Regal. Dazu der mit Schnur umwickelte Flaschenhals und die schwarze Scutzkappe. Optisch kann man die Karaffe auf alle Fälle schon mal anbieten.

Die Destillerie liegt, wirft man mal einen Blick auf die Karte in direkter Nachbarschaft zu Detroit. Der US amerikanische Einfluss lässt sich also wohl nicht ganz ausschließen.

Spannend ist auch die Tatsache, dass der Pike Creek Whisky 10 Jahre in Fässern vor sich her reifen darf. Acht Jahre in den bekannten Weißeichenfässern von nebenan… 2 Jahre kommt er aber noch in olle Rumfässer. So zum finishen. Und das macht dann wohl auch die kräftige Farbe aus, die schon ins rötliche geht.

Schmecken kann man das Rum-Finish auch. Wäre ja auch verflixt, wenn nicht. Apropos Fässer. Pike Creek lagert in Lagerhäusern, die nicht klimatisiert sind. Das heißt, die Fässer werden allen Jahreszeiten ausgesetzt. Der Kälte im Sommer und der Hitze im Winter… nee, umgekehrt. Naja… jedenfalls saugt der Whisky so all die tollen Aromen aus den Fässern.

Und das macht den Pike Creek auch zu einem besonderen Whisky. Die dunkle Farbe des Whiskys ist erste Anzeige dessen, was einen geschmacklich erwartet.

Was einem da in die Nase steigt ist fruchtig, vor allem Trockenfruchtaromen, natürlich etwas Karamell, vielleicht sogar Toffee und eine leichte Schärfe, die an Pfeffer erinnert. Das ist schon in er Nase ganz nett.

Was dann an den Gaumen kommt, hat schonmal Bums. Eine meiner Lieblingsbeschreibungen. Whisky ist ein tolles Produkt. Mit viel Erfahrung und Handarbeit produziert und dann mit viel Geduld verfeinert, da freut man sich, wenn das auch im Glas rüberkommt. Und deswegen sollte Whisky eben Bums haben. Der soll am Gaumen nicht langweilig sein und mit Fülle und Körper überzeugen.

Was den Gaumen da stimuliert sind wiederum Noten von Trockenfrüchten, Süße, die vanillig schmeckt und Toffee und Holz.

Und wenn etwas am Gaumen schon Bums hat, dann merkt man das auch im Abgang. Der ist langanhaltend, kräftig, markant, süß und wärmend… und hier kommen sie dann auch de Portwein Noten aus den letzten zwei Jahren Lagerung.

Ein toller Whisky, der mich wieder einmal davon überzeugt, dass man sich ruhig ein wenig global tummeln sollte, wenn man sich mit Whisky beschäftigt.

Das Kurzprotokoll

  • Herkunft: Kanada
  • Rohstoff: Mais
  • Typ: Blended Whisky
  • Brennerei: Pike Creek, Ontario, Kanada
  • Fässer: Weißeiche (ex Canadian Whisky), Rum
  • Limitierung: nein
  • Alter: 10Jahre (8+2 Jahre)
  • Rauch: ja
  • Alkohol: 42,0%
  • Fassstärke: nein
  • Farbe: satt bernstein, rötlich
  • Kühlfilterung: nee
  • Farbstoff: jupp, Zuckerkulör
  • Preis: ca. 30,-€
  • Flaschengröße: 0,7 Liter
  • Importeur: BORCO

Den Pike Creek bekommt man im guten Whisky-Store, im Whisky-Online-Shop und natürlich im Online-Großwarenhaus, den Affiliatelink stelle ich hier drunter zur Verfügung.

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Jens

Jens

COFFEEPOTDIARY.de | FGW

Das COFFEEPOTDIARY ist mein ganz persönlicher Platz für Entdeckungen, Gedanken und mehr. Entstanden aus der Idee meinen Kaffeekonsum zu dokumentieren ist es mittlerweile ein Blog mit ganz unterschiedlichen Themen.

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Review Date
Reviewed Item
Pike Creek - 10 Jahre
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