Drei Tage Berlin – re:publica 15

Mai 10, 2015

Ab und zu muss man ja auch mal raus ausm Büro…

Also haben der Mario und ich schon im vergangenen November (?) Tickets für die re:publica 15 gekauft.

So hieß es vom 5. – 7. Mai auf nach Berlin in die Station zum Klassentreffen … oder Kindergeburtstag? Ich weiß noch nicht so genau…

Die Konferenz ist super organisiert und professionalisiert. Hier bekommen die Organisatoren definitiv ihren ersten großen Pluspunkt. Das läuft mittlerweile alles wie ein großes Uhrwerk und für den Besucher auch sehr reibungslos.

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Was auch auffällt ist die hohen Anzahl an Vorträgen und Terminen. Hier möchte ich ein bisschen Kritik anbringen. Ich verstehe ja, wenn komplexe Themen auch viele Meinungen haben und ihren Raum in die Öffentlichkeit suchen. Allerdings hatte ich ein bisschen das Gefühl von  Quantität… von Menge und Masse, die trotz Vortragsverzeichnis so verschreckend viel war, dass ich eine Auswahl schon mehr als schwierig fand. Aber gut, persönliche Meinung meinerseits, das kann auch jeder für sich selbst entscheiden.

Schön finde ich in dem Zusammenhang die Artikel aus dem tumblr von frauruth, die ihre re:publica Erfahrungen recht zeitnah verbloggte.

Angenehm und nachhaltig sind die Gespräche und Kontakte mit den Leuten, die man zwar ständig und dauerhaft im Netz wahrnimmt, aufgrund geografischer und zeitlicher Verwerfungen allerdings meistens nur die große Termine überbleiben, um sich zu treffen.

Speziell erwähnt seinen an dieser Stelle der Teymur, der Markus, der Jan und der Jörn

Der Mario ist ja trotz seiner uckermärkischen Wurzeln, die ja für entspannte Gelassenheit sorgen, in manchen Situation durchaus emotional aufwühlbar… Unhöflichkeit zum Beispiel. So ist es natürlich schon so, dass wir aufgrund unseres atemberaubenden Aussehens und anderer exorbitanter Fähigkeiten, desöfteren im Mittelpunkt stehen, verständlicherweise… 😀

So ist es natürlich nachvollziehbar, dass sich Mario (und ich auch) darüber ganz leicht echauffieren, wenn selbst einfachste Höflichkeitsformen von den Stars der Szene einfach mal übergangen werden. So Community ist die Szene nämlich auch nicht…

Und da kommen wir gleich zum nächsten Punkt. Die Szene will ernst genommen werden… auch das ist ein Ziel, das absolut verfolgenswert ist. Wird sie auch irgendwie. Aber immer noch am meisten von sich selbst. Die Szene, die Netzgemeinde findet sich zuallererst selbst erstmal mächtig wichtig. Wie viel Außenwirkung das generiert, nun gut, das mag man abwarten.

Jedenfalls wird die re:publica schon mal wahrgenommen. Diverse Berichte in den Medien zeugen davon. Und auch das ist gut und wichtig und zeugt von der wichtigen und erfolgreichen Arbeit der Organisatoren.

Wenn man sich unter den Besuchern umschaut wandelt sich die re:publica ganz offensichtlich. Immer mehr Besucher in Businessoutfit fallen neben den diversen „schrägen“ Typen mittlerweile auch schon auf… und am Rande – Wenn jeder neonfarbene Nike Sneaker trägt, ist das nicht mehr sonderlich individuell.

Allerdings kann ich mich manch Augenbrauenhochziehen nicht ganz erwehren. Figürchen ausdrucken mit 3D Druckern, Lustige Spiele hier, Videospiele da. Dass die Gemeinde etwas anders ist, weiß man ja, und da Recuiting ja auch ein bisschen anders läuft im Moment, weiß ich ja auch… Baden-Württemberg gibt sogar schon mal werbewirksam Bier aus. Das ist für den Wanderer zwischen den Welten, wie mich, ein wenig schwer nachzuvollziehen und gewöhnungsbedürftig, aber okay, ich bin ja liberal genug um mich auch dahingehend zu öffnen. 🙂

Ein kurzes Kompliment noch an den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg. Die Fortbewegung mit S- & U-Bahn war erfreulich problemlos. Soll ja auch mal erwähnt werden.

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Ein leichtes Problem mit der Movbilfunkeinheit von Mario führte uns in den Apfelladen auf dem Kudamm, was dann im Nachgang dazu führte, dass wir uns da auch nochmal gleich umsahen und ein bisschen Touriprogramm absolvierten…

Fazit… Hard Rock Café kann man einmal machen.

Gesamtfazit – ob man mich im nächsten Jahr wieder auf der re:publica findet, werden wir sehen, das hängt von diversen Umständen ab.

Und mein ganz persönliches Fazit… einfach machen… und zwar sein eigenes Ding…