Nix is schlimmer als Alternativlosigkeit. Das merkt Frank-Walter Steinmeier gerade wohl am deutlichsten. Unser armer Außenminister muss gerade den Kopf hinhalten. Für Deutschland, dessen Präsidentenamt und für seinen Parteivorsitzenden, den Siggi.

Der hat mit der Personalie Frank-Walter for President einen ganz tiefen Stich gelandet. Die Bundeskanzlerin dürfte gerade wieder mal oder noch mehr mit dem Rücken zur Wand stehen. Und wer es bis jetzt noch nicht gemerkt hat… es ist Wahlkampf und der wird wenig netter werden als der von drüben…der da hinten… hier USA und so.

Mit diesem alternativlosen Schachzug hat Siggi seinen beliebtesten Minister geopfert um selbst zum Kanzlerkandidaten zu werden.

Ja, ich bin ein Prophet des Unfassbaren…und, was das alles für die Bundestagswahl und so weiter bedeuten kann und wird, darf sich der geneigte Leser selbst ausmalen.

Unfassbar genauso der Schwachsinn der Woche… siehe Titelbild des Postes… der Supermond… TATA TAAAAAA … 14% größer schmiert der Trabant im Moment dichter an Mutti Erde vorbei als „normal“ … eliptische Umlaufbahn sei Dank. Und bis zu 30% größer sollen wir ihn wahrnehmen als sonst… TATA TAAAAAA … Drama! So dramatisch, dass selbst die TV Stationen diesem Wahnsinnsereignis Platz einräumen und der Jaworsky Ben sogar nen Fototipp zur Aufnahme des Spektakels austütet… „Sach ma Einstellungen, Digger!“ … dabei ist das alles weder sonderlich auffällig noch spektakulär…

Kommen wir mal aus der großen Politik und vom Mond zurück und kümmern uns um Lokales. „Support your local dealer!“ ist ja einer meiner Lieblingssätze. Das heißt speziell, dass man bei aller Bequemlichkeit, die der Online-Einkauf bietet, es gut und richtig ist, einfach mal rauszugehen und die einheimischen Händler und Läden heimzusuchen um dort ein paar Euros zu lassen. Dass ich das bei gedruckten Büchern exzessiv propagiere und da die Buchhandlung Wolgast von Frau Henze bei mir ganz oben steht, ist mittlerweile bekannt.

Daher war der Neukauf eines gar praktisch Beinkleides verbunden mit dem Aufsuchen und Ausprobieren eines dementsprechendes Geschäftes in einem der traditonsreichen Gebäude in der Innenstadt von Wolgast. Ich kenne das Gebäude am Rathausplatz in Wolgast noch, da stand da draußen „Gauger“ dran und im Innern gab es Herrenbekleidung, einen hammergeilen Dielenboden und eine uralte Registrierkasse.

Ja, ich kann total nostalgisch sein. Der heutige Besuch bei „Jeans & Jackets“ war nicht nur erfolgreich, sondern auch von soziologischer Seite durchaus empfehlenswert. Kompetente Beratung und nette Kommunikation. Mehr muss man da gar nicht sagen. Von mir also eine Empfehlung.

Jeans & Jackets

Buchhandlung Henze in Wolgast

Der Rückweg zum Parkplatz war dann auffällig geprägt vom Odor des Dönerstandes in unmittelbarer Nähe. Wenn das Dauerzustand ist, dann kann das schon nervig sein. Nichts gegen den Dönerstand an sich, zumal der Mann am Grill immer einen sympathischen Eindruck macht, selbst wenn ich wohl nie Kunde bei ihm sein werde. Das liegt nicht am Mann am Grill… ich kann Döner im Moment nicht… wenn sich das mal ändert, wird er aber vielleicht seine Chance bekommen.

Was mir allerdings so durch den Kopf ging… ich weiß nicht, welchen familiären oder herkünftigen Background der junge Mann am Grill hat… und das war mir auch gehörig unwichtig. Sympathisch und fleißig reicht mir schon.

Vielleicht würde uns ja oft ein solch naiver unwissender Ansatz im gegenseitigen Umgang gut tun?!