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Genuss, und das ist das schöne am selben, kann und soll jeder für sich selbst definieren und einordnen. Und nachdem ich hier im Blog eher in deutschen Weingefilden unterwegs bin und wieder sein werde, hatte ich mich neugierig und relativ spontan, für das #SocialSherryTasting 2017 beworben und vor einigen Tagen mein Testpaket mit 6 Sherrys erhalten.

Was wirklich nett ist… im Karton befanden sich auch gleich noch 6 Gläser von Zwiesel aus der TASTE! Serie. Netter Zug, die Gläser sind nämlich echt schön und runden das Gesamtpaket sehr schön ab.

Nun bin ich weder im Blog noch im realen Leben der große Gourmet und Kenner feiner Speisen. Ich kann mich auch nicht zu großen Kochorgien hinreißen lassen. Dazu bin ich was viele Aspekte im Leben angeht vielleicht etwas zu pragmatisch veranlagt.

Was ich aber sehr wohl schätzen kann ist ein guter Wein oder wie viele wissen auch ein guter #Bourbon ist immer willkommen.

Und so kann ich abends nach einem meistens langen Tag denselbigen ausklingen lassen und das mit ein bisschen Kunst, einem guten Magazin, Musik und eben in diesem Fall – einem guten Sherry.

Aus diesem Gedanken heraus werde ich mein #SocialSherryTasting etwas anders aufbauen als viele andere. Bei mir wird es neben dem Sherry immer eine Empfehlung aus dem Bereich Kunst, Musik, Magazin oder mehrerem oder etwas anderem geben.

So habe ich letzte Woche die Chance genutzt, nach erfolgreicher Umgestaltung meines Wohnzimmers einfach mal ganz unvoreingenommen in den Karton gegriffen und eine Flasche der Sherrys herausgegriffen und im Kühlschrank heruntergekühlt.

Und wie das Leben so spielt, hab ich mal gleich einen Sherry gegriffen, der so in das klassische Klischee der Sherrys zu passen scheint. Aber die lassen wir mal gleich unerwähnt bei Seite. Denn Sherry ist heute nicht mehr altbacken und was für die älteren Semester. Als ich die Flasche entkorkt hatte und sich die Freude gelegt hat, dass man dazu bei dieser nicht mit einem Korkenzieher an das Opfer ran muss, fließt der wunderbar mahagonifarbene Sherry schon fast dickflüssig in eines der Zwiesel TASTE! Gläser. Und der erste Eindruck in der Nase ist voll und rund, fruchtig…kräftig.

 

Nun…also auf zur Kunst.

Wie mancher weiß, nutze ich seit geraumer Zeit die Chance meinen Horizont in der weiten Welt der zeitgenössischen Kunst zu erweitern. Im Till Richter Museum gleich hier um die Ecke kann ich an einem großartigen Projekt und beeindruckenden Entwicklung teilhaben. Seit 2013 bringt Dr. Till Richter internationale Kunst und Künstler in den Nordosten Deutschlands.

Ganz aktuell zeigt das Museum unter anderem eine Gruppenausstellung mit dem Titel „Berlin-based“. Vierzehn Künstler, die aus allen Teilen der Welt stammen, jetzt aber in Berlin leben und arbeiten.

Und so hab ich mir ein paar der Kataloge der Künstler geschnappt und habe zum Cream durch den Katalog von Pete Wheeler geblättert.

Pete Wheeler, Jahrgang 1978, stammt aus Neuseeland und ist somit in der Ausstellung der Künstler aus dem am weitesten entfernten Herkunftsland.

Und genauso sympathisch, wie der Cream in der Nase ist, ist es der Katalog im Auge des Betrachters. Pete hat uns für die Ausstellung einige großformatige und kleinere Arbeiten zur Verfügung gestellt.

Der Katalog ist Ergebnis einer anderen Ausstellung und natürlich ist die Art der Arbeiten und die Wahl der Motive Grund für meine Sympathien gegenüber der Kunst von Pete Wheeler. Da finden sich, nicht alle im vorliegenden Katalog, Rocker, Biker, Motive aus dem Motorbereich und natürlich Totenköpfe. Das alles und die starke Bildwirkung in Motiv und Farbe finden meinen Gefallen, was nicht weiter verwundern dürfte… 😉

Und obwohl die Auswahl von Sherry und Katalog komplett zufällig erfolgten und weder der eine, noch der andere in irgendeiner Verbindung zueinander stehen, passt das in der Verbindung auffallend gut. Starke Kunst trifft auf einen starken Sherry. Und während man sich eigentlich Gedanken dazu macht, was denn an Speisen so zu einem Sherry passen … einfach mal was anderes probieren.

 

Wo wir gerade bei Motor waren. Die Sherrys kommen aus der Gegend um Jerez de la Frontera. Dürfte den Motorsportfreunden wohl durch die Rennstrecke im Osten der Stadt bekannt sein.

Das Schöne an Sherry ist ja, dass er, wahrscheinlich gerade weil er aus Spanien kommt, ordentlich „Feuer“ hat. Der Cream gilt als halbsüßer Wein. Gut, darüber kann man nachdenken und ganz subjektiv tendiere ich zu süß. Der Cream basiert auf Likörweinen, die oxidativ ausgebaut wurden. Die so ausgebauten Weine werden mit einem Anteil Pedro Ximénez verschnitten…heraus kommt ein süßer, und da haben wir‘s, Oloroso.

Für mich ist der Cream nicht unbedingt auf niedrige Trinktemperaturen angewiesen, spielt aber kühl und frisch seine Stärken ganz besonders gut aus. Hier kommt der Oloroso sehr schön zur Geltung. Auch bei niedrigen Trinktemperaturen ist der Cream vollmundig und samtig.

Wie schon bei meinen Reviews zu verschiedenen Bourbons würde ich mich nicht auf gewisse Geschmacksnoten festlegen lassen. Natürlich ist die angenehme Süße immer Träger verschiedener Aromen. Und diese sind dazu auch noch wunderbar intensiv und nachhaltig. Vom Cream hat man was…und wenn man sich auf den Sherry so richtig einlässt, ja dann sind da auch die Nuss-Noten.

Man soll den Cream übrigens auch gut auf Eis mit einer Scheibe Orange genießen können… ich würde sagen… Durchaus! Das ist eine ganz vorzügliche Darreichungsform. Und gerade wegen seiner wunderbar dunklen öligen Konsistenz macht dem Cream ein bisschen Tauwasser vom Eis auch nicht wirklich was aus.

Und so war es am Ende schon kurz vor Mitternacht und ein Glas Sherry später, als ich den Pete Wheeler Katalog weglegte und meine Gedanken an Spanien und den MotoGP vergingen…

Wo wir gerade bei Motor waren. Die Sherrys kommen aus der Gegend um Jerez de la Frontera. Dürfte den Motorsportfreunden wohl durch die Rennstrecke im Osten der Stadt bekannt sein.

Man soll den Cream übrigens auch gut auf Eis mit einer Scheibe Orange genießen können… ich würde sagen… Durchaus! Das ist eine ganz vorzügliche Darreichungsform. Und gerade wegen seiner wunderbar dunklen öligen Konsistenz macht dem Cream ein bisschen Tauwasser vom Eis auch nicht wirklich was aus.

Und so war es am Ende schon kurz vor Mitternacht und ein Glas Sherry später, als ich den Pete Wheeler Katalog weglegte und meine Gedanken an Spanien und den MotoGP vergingen…

Jens

Jens

COFFEEPOTDIARY.de | FGW

Das COFFEEPOTDIARY ist mein ganz persönlicher Platz für Entdeckungen, Gedanken und mehr. Entstanden aus der Idee meinen Kaffeekonsum zu dokumentieren ist es mittlerweile ein Blog mit ganz unterschiedlichen Themen.

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