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Die Erwartungshaltung an einen Film sollte realistisch sein. An den neuen American Pie konnte man eigentlich nur das Schwelgen in alten Erinnerungen knüpfen. Mit ein bisschen Blick in das aktuelle Leben der Hauptfiguren. Und genauso kam es. Den rustikalen Witz der American Pie Reihe muss man mögen, amerikanisch prüde und glattgebügelt ist das, was man zu sehen bekommt aber immernoch recht harmlos.

Und so freute ich mich auf den Film und musste ihn, als American Pie Fan der ersten Stunde, natürlich schon am deutschen Premierentag sehen. Dummerweise sahen das auch diverse andere Gestalten so. So war ich im Kino meiner Wahl und konnte aufgrund einer Privatveranstaltung im Hauptsaal leider nicht den sonst recht angenehmen Service in dem kleinen sympathischen Kino genießen. Die bequemen Einzelsitze und die Getränke und Snacks direkt an den Tisch sind ein Bonus, der das Kino in Zinnowitz so sympathisch macht.

Ich mag auf den Inhalt des Films nicht wirklich eingehen. Das kann man an diversen anderen Stellen im Netz.

Nur soviel… Man bekommt was man erwartet. Die 5 Jungs sind älter geworden und können doch nicht aus ihrer Haut. 😀 Und das ist gut so… Der Film hat diverse Lacher und trotzdem, wie gewohnt einige nachdenkliche Momente, so man sich auf die Aussagen zwischen den Drehbuchzeilen einlässt.

Mein Kinobesuch wurde etwas getrübt durch die um mich sitzenden Besucher. Hinter mir Halbwüchsige, die von ihren Eltern nicht mitbekommen haben, dass man auch mal nen Film lang ruhig sitzen und den Mund halten kann. Und die Knie gehören auch nicht in die Rückenlehne der Vorderreihe…..

Vor mir eine Herrengesellschaft mit touristischem Hintergurnd. Also so eine Art Kurzzeitmigranten… Mit Kommunikationsbedarf. Ich glaub immernoch, das war das Treffen der Selbsthilfegruppe der “Männer mittleren Alters, denen sonst keiner zuhört…” Und die Herren haben es mit Schwung geschafft, noch plattere Witze zum Besten zu geben, als der Film zu bieten hat.

Und der Kracher war die Dame links neben mir. Nicht nur, dass sie und ihr Begleiter zu spät kamen. Lauthals vorgebrachte Emotionen und die direkte Auswertung der Filmszenen mit Vergleichen ins eigene Leben waren bis zu dem Moment harmlos, als die Gute anfing neben mir schnappend zu atmen. Das war der Moment, als ich bemerkte, dass die Dame auffällig schwanger war. Nun wurde mein Filmerlebnis von dem Gedanken überschattet, ob ich Tücher und heißes Wasser oder einen Arzt anfordern müsste. Ich war jedenfalls raus aus dem Film. Für nen Moment.

Im Fazit… Der Film erfüllt die Erwartungen, mit denen man ihn ansehen sollte. Auf die Oscar-Nominierungen wird er es sicher nicht schaffen… UND: Kinobesuche können anstrengend sein…

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