Ein Ferrari aus Teltow-Fläming, extreme Kochgewohnheiten und Kaffee

von Feb 25, 2019OMT1 Kommentar

Heute ist die Minimalanforderung „vegetarisch“ … Also um mit einem Kochbuch erfolgreich zu sein. Oder besser noch vegan… mit laktose- und glutenfrei. Oder als Gegenentwurf dazu „Beef“ … 3kg Fleisch …und zwar nicht im Monat, sondern als Portion… schön abends so zum Wegnaschen… macht das eigentlich Sinn? Wohl kaum… Die Gesellschaft begibt sich in immer extremere Positionen, wenn der eine A meint, dann muss der andere schon aus Prinzip nicht nur B sagen, sondern am besten gleich Z. Das wird wohl für alle nicht gut gehen.

Ich kann mich noch an Kochbücher erinnern… „Leckeres mit Cola“ und „Kochen mit der Mikrowelle“ … Ersteres is mir suspekt…. Zweiteres kann ich mir auch nicht so ganz vorstellen…

Zumal Mikrowelle eher so ein zweifelhaftes Vergnügen ist … Jedesmal wenn ich mir damit mal schnell was warm machen will… Der Teller wird jedesmal so heiß, dass die Glasur zum wiederholten Mal eingebrannt wird. Das Zeug aufm Teller…eher so lauwarm…

Ähnlich ambivalent ist mein Verhältnis zur börsennotierten Kaffeegroßkette…

Ich bin ja fest davon überzeugt, dass diese komische Kaffeekette in Großstädten nur dafür da ist, uns Provinzpflanzen urbanes Feeling zu vermitteln.

Die grundsätzliche Daseinsberechtigung würde ich auch gar nicht in Zweifel ziehen. Wenn ich in Berlin auf‘m Kudamm mal eine Toilette oder WLAN brauche, dann bin ich froh, dass ich in dieser Einrichtung eben diese Angebote finde und dazu noch Angestellte, die sich für meinen Namen interessieren, den aber meistens entweder nicht verstehen, aussprechen oder gar schreiben können, daher heiße ich da immer Mark. Ich wollte da immer Horst oder Harald heißen…aber das wird da auch nicht verstanden.

Manchmal kommt es vor, dass ich bei eingeschaltetem Fernseher einschlafe, das ist grundsätzlich unproblematisch, in einer kurzen Wachphase schalte ich dann einfach aus… Vor ein paar Tagen allerdings bin ich beim Zappen eingeschlafen und hatte einen Sender an, der mich in eben dieser kurzen Wachphase soviel Bewusstsein erlangen ließ, dass ich mich fragen konnte, ob es ein Albtraum oder Realität ist, die ich dort gerade wahrnehme… was ich sah, war wohl ein Musikvideo, dass es das heute noch gibt, dessen tragende Elemente mehrere rote italienische Sportwagen waren, die amüsanter Weise Kennzeichen aus dem Landkreis Teltow-Fläming trugen. Heiße Gegend mittlerweile, so sollte man meinen.

Die zwei Figuren in Kapuzenpullovern, die da um die PKWs herumzappelten und irgendwelchen Text erbrachen, der wohl irgendwie rudimentär deutsch sein konnte, aufgrund der wohl in der bedienten Jugendkultur sehr angesagten Nuschelaussprache allerdings unverständlich, waren von ihrem eigenen Habitus wohl schon sehr überzeugt, sich der Albernheit ihres Auftretens daher aber weniger bewusst. War auch nicht so schlimm.

Der kurze Kontakt in der letzten Zeit zu Werken anderer gerade angesagter Sprachgesangsdarbieter, ich hätte wirklich beinahe „Künstler“ geschrieben, überzeugte mich, dass es wohl die Aneinanderreihung von Satzfragmenten sein muss, die im Moment gut ankommt.

Und ich dachte immer, die von mir sehr geschätzten Herren Curse und Samy Deluxe wären schon schwierig zu verstehen, dabei sind die nur schnell… dafür aber textlich grandios…

Naja… jedenfalls war es kein Albtraum, sondern wirklich ein Musikvideo, das da im Fernseher lief… und nun bin ich am Überlegen… was ist schlimmer, die Werbung für das Gesamtwerk der Amigos auf einem der anderen Spartensender oder eben das da, was wohl mittlerweile als „Deutsch Rap“ oder deutscher HipHop (???) gilt.

Jens

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Das COFFEEPOTDIARY ist mein ganz persönlicher Platz für Entdeckungen, Gedanken und mehr. Entstanden aus der Idee meinen Kaffeekonsum zu dokumentieren ist es mittlerweile ein Blog mit ganz unterschiedlichen Themen.

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1 Kommentar

  1. DirkNB

    Wenn ein Teller in der Mikrowelle heißer wird als das Essen, ist er nicht mikrowellengeeignet. Das darf nämlich nicht passieren, sonst springt er dir irgendwann mal, und das wäre meist auch kontraproduktiv. Da gibt es einen einfachen Test: Einfach ein leeres Geschirr in die Mikrowelle stellen und 30 s bei maximaler Leistung laufen lassen. Im Idealfall ist dann das Geschirr noch kalt, höchstens lauwarm. Ist es heiß, bitte nie wieder in die Mikrowelle.
    Hitzebeständiges Glas ist eigentlich das Idealgeschirr für die Mikrowelle. Eine Alternative ist das plastikartige MW-Geschirr, aber da muss man bei fetthaltigen Speisen aufpassen, vor allem in Verbindung mit Paprika oder anderen färbenden Zutaten. Das brennt sich ins Plastik ein. Nicht schlimm, aber das Auge ist dann nicht mehr mit.

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