Print ist nicht tot! Aber einiges davon gehört ins Recycling

von Apr 5, 2013Featured0 Kommentare

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… verbrannt, zerrissen, in den Fischladen zum Abfall einwickeln…

Unfassbar. Grauenhaft. Und am allerschlimmsten… Ich bezweifle, dass es irgendeinen Effekt hat.

Das Problem – kein Content

Aber von Anfang an. Heute früh, die lokale Tageszeitung wiegt gefühlte 5kg. Warum, weil die Klickmannschaft aus Rostock nen total hammermäßigen Mega-AddOn-Beilagen-Block gebaut hat? Haben sie das? Nein. Man hat, wie im Journalismus heutzutage üblich gefühlt 100 Seiten mit irgendwelchem Agenturmist und Textersoße vollgestopft, um der kompletten Mecklenburger Handwerkerschaft die Kohle aus der Tasche zu ziehen…

Anzeigenschwemme

Und so dürfen die Tiefbauer und die Dachdecker, die Maler und die Fliesenlger wie immer antreten zur Anzeigenparade. Es ist so schlimm. Auf einer Seite 10 Anzeigen, die immer gleich aussehen, sich nicht voneinander abheben und alle das Gleiche sagen. “Wir sind hier.” Ja und nun? Ja nix. Die Handwerker dürfen Ihre Rechnung an den Verlag bezahlen und das war’s. Dass das alles keinen Effekt haben wird, weiß der Verlag und auch die Anzeigenverkäufer, die wie Schmeißfliegen um den Handwerker fliegen und ihn mit süßen Worten die nächste Anzeige aus den Angeln leiern. Was soll sowas?

Kein Content – schlecht aufbereitet

Dazu sowas, wie ein nicht vorhandener Aufbau des Produkts? Wie auch, wenn man den Text einfach nur auf die Seite klatscht, um den Platz neben den Anzeigen irgendwie vollzuschmeißen. Ich wollte es nichtmal versuchen zu lesen.

Ich hab auch mal nen Selbsttest gemacht und mir vorsätzlich auf einigen Seiten die Anzeigen der Handwerksbetriebe angesehen… Problem, schon nach dem nächsten Umblättern konnte ich mich nur an eine Reihe an Kästchen erinnern… ich wusste nichtmal mehr, für welches Gewerk da geworben wird…

Anzeige geschaltet – und wer sieht die jetzt?

Gibt es eigentlich sowas wie eine Erfolgsauswertung bei Printanzeigen? Nein? Ja? So ein bisschen? “Wir haben doch Mediadaten” … Mir fällt da grad ein guter Vergleich mit einem Sanitärutensil ein… Aber nein, das wäre zu böse. Was soll sowas? Ich weiß es nicht. Es ist das Gießkannenprinzip. Wenn ich dem Handwerker erzähle, das Ding wird 50.000 Mal verteilt, dann wird er schon denken, dass auch 50.000 Leute die Anzeige sehen… neeeeeeee … wird nicht passieren… weiß auch der Zeitungsverlag… Zumal eins noch bemerkt werden soll… Wir sind im 17er Postleitzahlengebiet. Anzeigen aus dem 18er Gebiet haben noch viel weniger Chance beachtet zu werden oder zu einem Anruf zu führen… das ist andersrum genauso… Also noch weniger Effekt für teuer Geld.

Fazit… Print ist gar nicht tot. Es gibt soviel Gedrucktes, was wirklich toll ist… aber diese komischen Tageszeitungen und ihre Beilagen…. sind es nicht…

 

Jens

Das COFFEEPOTDIARY ist mein ganz persönlicher Platz für Entdeckungen, Gedanken und mehr. Entstanden aus der Idee meinen Kaffeekonsum zu dokumentieren ist es mittlerweile ein Blog mit ganz unterschiedlichen Themen.

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