Ich bin immernoch kein Weinkenner und werde das auch nie werden… aber man muss ja nicht Experte sein, um zu erkennen, was schmeckt und was nicht.

Bei ihrem letzten Besuch hier im Norden hat die Juliane von Fotodesign Best zwei Kisten mit Weinen zum Probieren und Genießen dabei gehabt, durch die ich mich jetzt vorsichtig durchprobiere.

Anfangen werde ich mal mit dem Schwarzriesling vom Weingut Nehb.

Das Weingut Nehb ist ein traditionsreiches Weingut aus Grünstadt-Asselheim an der Weinstraße in der Pfalz. Und auch wenn die Tradition bis ins Jahr 1519 zurück reicht, kommt der Auftritt des Weingutes in allen Belangen sehr modern daher.

Sowohl die Etiketten als auch die Webseite vom Weingut Nehb sind überaus ansprechend und modern. Das bedeutet natürlich sofort den einen oder anderen Pluspunkt bei mir.

Auffallend ist natürlich das Spiel mit den Engels- und Teufelsmotiven… Das basiert sowohl auf der Lage des Weingutes am Fuße der Gemarkungen „Goldberg“ und „Höllenberg“, findet sich aber auch in der Philosophie von Familie Nehb. So stehen Engel und Flügel für den ruhigen, ausgeglichenen „goldenen Himmel“ und Teufel und Horn für die umtriebige, experimentierfreudige „Hölle“ … eine Symbolik, die mir doch durchaus auch abseits vom Wein gefallen kann… 🙂

Auf der Webseite vom Weingut Nehb gibt’s auch das zu lesen:

„Alle unsere Weine werden naturnah und umweltfreundlich angebaut. Der Grundstein für unsere gehaltvollen, fruchtigen Weine liegt im Boden: Unsere Weinreben wachsen auf Kalkstein und schweren, nachhaltigen Lehmböden.

Der Weinausbau findet schonend durch unsere moderne Kellertechnik statt. Viele Weine reifen in Barrique-Fässern, was ihr Aroma positiv beeinflusst.“

Schwarzriesling (oder wie der Franzose sagt – Pinot Meunier oder so manch Deutscher auch Müllerrebe) ist eine Rotweinsorte, die allerdings mit der Weißweinrebe Riesling im Prinzip nur Wuchs und Form gemeinsam hat. Die Rebsorte ist ein Mutant des Blauen Spätburgunders, der schon im 16. Jahrhundert bekannt war.

Das soll es an Theorie aber auch schon gewesen sein.

 

Schwarzriesling Rotwein Weingut Nehb

Der Schwarzriesling Terrain Calcaire vom Weingut Nehb wächst auf dem schon erwähnten Asselheimer Goldberg. Die Reben sind auf einem Kalksteinboden gewachsen. Das verkostete Fläschchen ist aus dem Jahrgang 2013.

Der Schwarzriesling ist trocken mit einem Alkoholgehalt von 13%, einem Restzuckergehalt von 5,5g/l und einer Säure von 5,9g/l.

Familie Nehb gibt die optimale Trinktemperatur mit 20-22°C an. Das ist schön kuschlig warm. Die Frage, die sich mir bei Rotwein immer stellt ist ja die nach dem Decantieren. Dreh ich am Rad und kippe ich die Flasche erstmal in den Decanter oder geb ich mich der Neugier hin und geb das gute Zeugs direkt ins Glas.

Der Rotwein wird natürlich zu Fleisch- und Wildgerichten empfohlen aber auch zu Gegrilltem, Pasta und Käse. Oder man macht sich eine Flasche von dem Schwarzriesling einfach so auf…

Am besten nach einem Tag, an dem man irgendwen hätte grillen wollen…

Der Schwarzriesling von Nehb ist nämlich ein ganz wunderbarer Wein. Mild, fruchtig aber halt doch mit Charakter… den er auch solo ausspielen darf, ohne als Begleiter einer Mahlzeit zu dienen. Was zur Folge hat, dass man sich nach dem ersten Schluck schon entspannt und vom Grillen desjenigen absieht, der einem den bisherigen Tag versaut hat… oder ganz einfach jemand anderem den Grilljob überlässt…

Mit seinen Aromen von Brombeere, Waldbeere, Kirsche, Pflaume und Rauch spielt er seinen fruchtigen roten Charakter gekonnt aus und ist meiner Meinung nach trotzdem leicht genug, um auch den eingefleischten Weißweintrinker wie mich zu überzeugen.

Meine ganz unprofessionelle Meinung zum Schwarzriesling aus dem Weingut Nehb: „Lecker! Trinkempfehlung!“ Also von meiner Seite kann man auch von dem leichten Roten gern die eine oder andere Flasche im Keller haben. Im positiven Sinne passt der Rotwein nämlich zu diversen Gelegenheiten. Und auch wenn der Sommer eher als Zeit für die frischen Weißen gilt, kann man auch durchaus in der warmen Jahreszeit ein Gläschen vom Roten trinken und dann darf man vielleicht auch die empfohlene Trinktemperatur ein wenig unterschreiten.

Wenn Ihr Euch mal auf der Webseite vom Weingut Nehb umsehen wollt, dann folgt einfach dem Link, lohnt sich. 🙂

Und demnächst gucken wir uns dann den Spätburgunder aus dem Weingut Nehb an, den Ihr auf dem Foto schon mal seht: