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Der Erfolg einer Spirituose unterliegt ganz besonders Trends und einem geschickten Marketing. Dabei sind es vor allem Gin, Rum und der Dauerbrenner Whisky, die im Moment auf den Trendlisten ganz oben stehen. Sekundär sind es Tequila und Cognac, um die man mit gutem Storytelling und schöner Optik ein gutes Marketing aufbauen kann.

Wir Ihr bemerkt habt, sind es die amerikanischen Whiskeys, die ich hier im Blog etwas ausgiebiger behandele.

Der vielleicht noch bei einigen in Erinnerung gebliebene Instawalk in der Uckermark, den der Mario und ich zusammen mit der Tourismus Marketing Uckermark (TMU) organisiert haben und den wir dann gemeinsam im letzten Herbst umgesetzt haben, führte uns auch in die Grumsiner Brennerei.

Und da der Whisky aus der Grumsiner Brennerei im Moment noch in seinen Fässern vor sich her reift, Gin nicht mein Ding ist und ich sowieso ab und an mal dazu neige das Ungewöhnliche zu bevorzugen, wanderte eine Flasche des guten Grumsiner Korns in die Whiskeykiste.

Korn… halte selbst ich für ne Herausforderung… Korn an sich hat nicht den besten Ruf. Spricht man von Korn, geistert dem Gegenüber meistens die unterste Reihe im Sprirituosenregal des Supermarkts durch den Geist und da beginnt die Herausforderung. Wie krieg ich den Korn von da unten weg.

Zuerst muss das Produkt gut sein. Dann die Aufmachung und nicht zuletzt die Darreichung. Das alles ist bei den Grumsiner Spirituosen der Fall.

Die Grumsiner Brennerei in Altkünkendorf ist eines der vielen Leuchtturmprojekte in der Uckermark deren Entdeckung echt Spaß machen. Die Führungen und Verkostungen sind ein Erlebnis. Die Darreichung stimmt also schon mal. Die Verpackung der Grumsiner Spirituosen in den weißen Flaschen, die sich schon an Apothekenflaschen zu orientieren scheinen, dazu die aufwendig gestalteten Etiketten. Der optische Auftritt stimmt also auch.

Da wir aber natürlich vornehmlich für innere Werte zu haben sind, fragt man sich ganz klar, wie schmeckt er denn nun, der Klare.

Grundzutaten für den Korn sind BioWeizen vom Gut Wilmersdorf ein paar Kilometer entfernt von der Brennerei, dazu Gerstenmalz. Damit ist der Korn ein wahrhaft regionales Produkt aus der Uckermark. Geschrotet, gemaischt, gegoren… und dann ab in die Destille… doppelt gebrannt und dann in Rumfässer von Martinique gefüllt um den Stoff reifen zu lassen…für zwei Jahre. So fässt man den Prozess wohl am besten zusammen.

 

Und dann kommt der Korn ins Glas. Auf den Fotos kann man einen kleinen Einblick in die Grumsiner Brennerei erhaschen. Das sind noch die Fotos aus dem letzten Herbst. Was man auf dem Titelbild sieht… ich musste in meinem Schrank erst mal nach stilechten Gläsern für Korn suchen. Ich hab da aus dem familiären Bestand aber wirklich ein paar sehr coole Gläser für „Kurze“ gefunden… Wieder mal der Moment über den eigenen Glasbestand erstaunt zu sein… demnächst gibt‘s noch mal ne Vorstellung von ein paar speziell besonderen Gläsern…

Kommen wir aber zurück zum Grumsiner Korn. Was da ins Glas gluckert ist wirklich lecker. Die zwei Jahre in den Rumfässern tun da natürlich ihr diabolisches Werk… und schicken nehmen der Süße auch noch ein bisschen Eiche in den Korn. Was dabei herauskommt ist ein unheimlich weicher und runder Korn mit ein bisschen Vanille und dieser likörigen Süße.

Bei der Suche nach irgendwas, was man mit Korn anstellen kann, kamen mir im Cocktailbereich etwas verwunderliche Adaptionen von Cocktails unter, die inakzeptabel allein schon der Erwähnung sind.

Das braucht man hier beim Korn aus Altkünkendorf auch nicht genauso wenig wie beim ordentlichen Whiskey. Denn auch hier kommt mein puristischer Ansatz zum Tragen. Was qualitativ hochwertig ist, muss man nicht in irgendeinem Cocktail verstecken… 😉

Der Korn entfaltet in der Nase schon seine Aromen…. Und das tut er auch noch einmal am Gaumen und ist dabei in keiner Sekunde irgendwie sprittig oder fuselig…. Ein guter Brand, ganz ohne Zweifel…

Und was gut ist, hat natürlich auch seinen Preis… der halbe Liter Grumsiner Korn schlägt mit 24€ zu Buche. Da wir das Produkt aber als reines Genussmittel verstehen, ist das in Ordnung. 🙂

Und zum Schluss… wer sich für die Angebote der Grumsiner Brennerei interessiert sollte auf die entsprechende Webseite schauen. Da gibt es Infos zu den Angeboten der Brennerei, Aktionen und natürlich einen Shop, um die Produkte zu erwerben.

Die Webseite der Grumsiner Brennerei

Jens

Jens

COFFEEPOTDIARY.de | FGW

Das COFFEEPOTDIARY ist mein ganz persönlicher Platz für Entdeckungen, Gedanken und mehr. Entstanden aus der Idee meinen Kaffeekonsum zu dokumentieren ist es mittlerweile ein Blog mit ganz unterschiedlichen Themen.

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