Das Nordmagazin vom NDR fragt am Samstag immer Passanten in MV nach ihrem schönsten Wochenerlebnis… Nette Sache, kann man ja mal adaptieren… Nachdem das Osterwochenende einige soziale Fragen offen gelassen hat, deren Klärung angegangen wird, verschlug es mich nebst Managerin in die Bundeshauptstadt.
Dienstag dieselte uns der Combo, von der Managerin liebevoll „Flitzi“ getauft über die Landstraße von MV über Brandenburg nach Berlin.
Diesmal technisch unauffällig unterwegs, ließ sich auch die Landschaft betrachten… und allen Autobahnfetischisten sei gesagt… lohnt sich… man sieht Straßen, Orte und Sehenswürdigkeiten, die einem auf der Autobahn am Heck vorbeigehen.

Zwischenstopp in Milmersdorf, wo wir die Qualitäten der Kochkünste der Mutter von Mario genießen konnten. Und das sei schonmal empfohlen. Zu finden Werktags im örtlichen Netto-Markt in Milmersdorf im dortigen Landfleischer/Bäcker.

Weitergereicht durch die Weiten der Uckermark kamen wir nach Berlin, um uns am Abend mit illustren Gesprächen zu vertreiben, die zu meinem Selbstzweifel führte, ob ich Agent sein möchte, oder aber einen Agent haben möchte. In der Endkonsequenz ist das wie mit Pest und Cholera… Entweder Du hast nen Agenten, der nen ziemlicher Agent ist… und auch sonst nicht viel Lust hat zu arbeiten… oder Du bist Agent und quälst Dich mit dem rum, was sich für wichtig hält… Wie auch immer… es endet im Alkoholismus…

Also weiter mit FGW und BLIWIKO.

Was wir dann am Tag danach in Berlin machten, war auch sehr nett… Wir waren in dem gut situierten Weinladen, den wir im letzten Jahr schon entdeckt hatten und haben ein bisschen Geld ausgegeben. Unter anderem erwarb ich eine Zeitschrift, die mir auch jetzt nach den ersten Artikeln noch sehr sympathisch ist. (Verweis an Mario – darüber ist zu reden).

Und einige Gedanken später, diese Zeitschrift, die Fahrt durch die Uckermark und einige Fernsehsendungen im Vorfeld führten bei mir zu folgenden Gedanken.

Die Brandenburger haben einen Vorteil, sie haben keinen Strand, keine Ostsee. Das scheint erstmal paradox zu sein. Ist es vielleicht auch. Aber der Mangel an etwas kann auch Vorteil sein. So sind die Brandenburger nicht mit einem gegebenen Vorteil gesegnet, der Gäste ins Land holt… sicher, Landschaft, Flüsse, Seen … alles ganz wunderschön… aber eben kein Strand, keine Ostsee…

Und so sind die Brandenburger seit jeher mehr gefordert kreativ zu sein,  sich Gedanken zu machen, Interessantes zu entwickeln … Neues anzufassen…

Dies gilt natürlich auch für die ländlichen Gegenden von MV und spätestens jetzt wird Mario mich verstehen, was ich da letztens mit dem cruden Tweet meinte….

Alle die keinen Strand haben müssen reger sein… das Potential, egal wie groß es ist, an selbstaktiven Strandurlaubern ist einfach nicht da.

Und so entstehen mitten in der wunderbaren Landschaft interessante Projekte, die entdeckt werden wollen. Und es gilt nachdenken, sich zu öffnen und nach eigenen Ideen zu suchen, die über das 238594. Strandbild hinausgehen… das können alle anderen machen…